
Kronen Zeitung
VATER DES SIEGES
„Der war gelungen!“ Kalajdzic ließ LASK jubeln
Sasa Kalajdzic durfte den Moment auskosten. Der bisher in dieser Saison wenig präsente Stürmer konnte sich beim 3:2-Erfolg im Cup-Viertelfinale gegen Blau-Weiß Linz als Vater des Sieges feiern lassen. Seinem ersten Pflichtspieltor im Trikot der Athletiker ließ der Zwei-Meter-Mann im Finish der Partie den Assist zum Siegestreffer seiner Mannschaft folgen. Der wie im Vorjahr im Halbfinale stehende LASK darf weiter vom zweiten Cup-Triumph nach jenem 1965 träumen.
Kalajdzic resümierte seinen Auftritt nicht unkritisch. Die ersten 20 Minuten seien „komplett an mir vorbeigelaufen“, meinte der 28-Jährige. Danach gab er selbst den Zündfunken zur Aufholjagd. „Ich bin nicht dafür bekannt, dass ich aus der Weite abziehe. Aber das war gelungen“, sagte der Wiener über seinen Prachtschuss zum 1:2. Fast schöner war die Vorarbeit zum Siegestor von Moses Usor in der 83. Minute. Per Außenrist-Pass hebelte Kalajdzic die Abwehr des Lokalrivalen aus. Nach dem Spiel durfte er die Trophäe als „Player of the Match“ entgegennehmen.
Magere Bilanz im Herbst
Seine Vorstellung überraschte dahingehend, da es im Herbst überhaupt nicht für den baumlangen Angreifer gelaufen war. Im Spätsommer machte Österreichs von schweren Verletzungen geplagte einstige Stürmerhoffnung den Schritt zurück. Beim LASK wollte Kalajdzic per Leihe wieder Fuß fassen, nötige Spielpraxis nach zwei Kreuzbandrissen sammeln. Erst im vergangenen August hatte er für Wolverhampton nach über 500 Tagen Verletzungspause sein Comeback gegeben. Halten die Knie? Diese Frage stellte sich nach insgesamt drei Kreuzbandrissen in seiner Karriere wohl auch er selbst.
Seine Bilanz nach acht Liga-Einsätzen – keiner länger als 60 Minuten – in der Herbstsaison war überschaubar. Kein Tor, keine Vorlage, nicht einmal eine Gelbe Karte stand zu Buche. All dies holte Kalajdzic nun in einer Partie nach. Dietmar Kühbauer war es vorbehalten, die Steigerung zu erklären. „Ich denke, Sasa hat in den letzten Monaten verstanden, dass es wunderbar ist, ein guter Fußballer zu sein. Aber du brauchst auch eine Physis“, meinte der LASK-Coach.
Kalajdzic habe sich in der Vorbereitung Woche für Woche gesteigert, berichtete Kühbauer. Die Qualitäten des 19-fachen Internationalen (4 Tore) seien unbestritten. „Sasa kann unglaublich gut Fußball spielen mit seinen zwei Metern. Er hat eine unglaubliche Übersicht.“ Dass der Angreifer nach so langer Zeit wieder 90 Minuten am Feld stand, sei auch ein Risiko gewesen, führte Kühbauer aus.
Es machte sich bezahlt. Kalajdzic selbst freute sich, dass er nach seinen Verletzungen „endlich wieder mehr in die Spur“ finde. „Für mich bedeutet das auch viel, dass ich der Mannschaft was geben kann und dass die Mannschaft auch sieht, dass ich was geben kann. Das habe ich heute gezeigt und will es öfters zeigen.“
WM ein Thema?
Gestellt wurde auch die Frage, inwiefern Kalajdzic ein Thema für die WM werden könnte. Stürmer mit Matchpraxis suchte man im ÖFB-Aufgebot zuletzt vergebens. Zuletzt stand Kalajdzic im November 2023 im Kader von Ralf Rangnick. Kühbauer wollte die Aussichten seines Schützlings für eine Reise nach Nordamerika nicht wirklich beurteilen. „Mir ist es momentan egal, ob er bei der WM dabei ist. Sasa muss in erster Linie fit bleiben, das ist das Wichtigste für ihn“, sagte der Burgenländer. „Wenn es so sein sollte, wäre es fantastisch für ihn.“
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